|
||||||||||||||
| ISBN: 3423050012 ISBN: 3423050012 ISBN: 3423050012 ISBN: 3423050012 | ||||||||||||||
|
Wir empfehlen: | |||||||||||||
In den nächsten Jahren schrieb er vor allem an
historischen Darstellungen, der Geschichte des Abfalls der vereinigten
Niederlande von der Spanischen Regierung, die ihm 1788 eine Professur für
Geschichte in Jena eintrug, und an und der Geschichte des
Dreißigjährigen Krieges. Zuvor allerdings hatte er bei einem Besuch
in Rudolstadt die Familie von Lengefeld kennengelernt; im Februar 1790 heiratete
er die jüngere Tochter
Charlotte. Und er war, am 7.
September 1788, Goethe begegnet, der, geprägt noch von seinem
Italienerlebnis, mit dem leidenschaftlichen Schiller wenig anzufangen
wußte. »Schiller war mir verhaßt«, lautete sein
mißgestimmtes und voreiliges Urteil. Erst im Sommer 1794 kam es zur
erneuten und nun dauerhaften Annäherung der beiden Dichter. Doch dazwischen
lag ein wesentlicher, intensiver Abschnitt ins Schillers Biographie, der sein
weiteres Leben und Schaffen entscheidend prägte.
1791 erlitt er einen schweren gesundheitlichen
Rückschlag, wahrscheinlich Folge des Mannheimer Fiebers, mit
Fieberdelirien, Brust- und Unterleibskrämpfen; er gab Eiter und Blut von
sich, zeitweilig setzte sogar der Puls aus. Anhand der Symptome diagnostizierte
man eine Lungenentzündung mit Rippenfelleiterung; daß er
überlebte, glich einem Wunder - er sollte sich davon jedoch nie mehr
erholen.
In dieser Zeit richtete sich Schillers Interesse
zunehmend auf die Philosophie Kants.
Aus der Beschäftigung mit dessen Schriften entstanden u. a. die Studien
Über Anmut und Würde, Vom Erhabenen, Über die ästhetische
Erziehung des Menschen und Über naive und sentimentalische Kunst, die bis
heute zu den bedeutendsten und einflußreichsten Beiträgen zur
Ästhetik gehören.
Ein Gespräch mit Goethe über die Urpflanze und
ein anschließender
Brief Schillers begründeten im
Sommer 1794 die Freundschaft zwischen den Dichtern. Nach sieben Jahren, in denen
er ausschließlich historische und philosophische Werke verfaßt
hatte, kehrte er nun zur Dichtung zurück. Gemeinsam mit Goethe schrieb er
für den von ihm herausgegebenen Musenalmanach die
Xenien, 1797 entstanden im Wettstreit
mit Goethe die Balladen (u. a. Der Taucher, Der Handschuh, Die Kraniche des
Ibykus). Und er begann die Arbeit am Wallenstein, der 1799 beendet wurde.
Im Dezember dieses Jahres siedelte die Familie Schiller
nach Weimar über. Kaum ein Tag verging, an dem sich
Goethe und Schiller nicht getroffen
und gesprochen haben. Und mit der ihm eigenen Energie, bereits im Zeichen des
Todes lebend, machte er sich nun an die Dramenproduktion der letzten Jahre; 1800
beendete er Maria Stuart, 1801 Die Jungfrau von Orleans, 1803 Die Braut von
Messina, 1804 schließlich - sein letztes vollendetes Stück - den
Wilhelm Tell.
Das Stück, »ein herrliches Werk, schlicht,
edel und groß, effektvoll und bewegend prachtvolles Theater und
vornehmstes dramatisches Gedicht«, so Thomas Mann, wurde zum
volkstümlichsten aller Werke Schillers. Die Idee der Freiheit erfährt
hier ihre Verwirklichung in der Welt. Das unterdrückte Volk der Schweizer
schüttelt die tyrannische Herrschaft des kaiserlichen Landvogts
Geßler ab. Stellvertretend für das Volk begeht Tell aus Einsicht in
die sittliche Notwendigkeit den Tyrannenmord, Menschlichkeit und Freiheit werden
möglich.
Es hebt die Freiheit siegend ihre Fahne.
Drum haltet fest zusammen - fest und ewig -
Kein Ort der Freiheit sei dem andern fremd -
Hochwachen stellt aus auf euren Bergen,
Daß sich der Bund zum Bunde rasch versammle,
Seid einig - einig - einig [...]
Im Winter 1804, kurz vor der Geburt seiner zweiten
Tochter, zog sich Schiller eine Erkältung zu; die Fieberanfälle
setzten wieder ein, Darmkoliken und Ohnmachten kamen hinzu. Die
Bauchfellentzündung, an der er seit zehn Jahren litt, war wohl in eine
Darmverschlingung übergegangen.
Am 9. Mai 1805 starb
Friedrich Schiller im Alter von 46 Jahren.
Quelle:
http://www.xlibris.de/Autoren/Schiller/ScBio/ScBio05.htm
|
||||||||||||||
| |<< Anfang < Zurück Index Weiter > Ende >>| | ||||||||||||||
|
Zurück zur Themenseite: Biografien.org/Startseite/S Das Setzen von Verweisen (Links) auf diese Seite ist gestattet und bedarf keine vorherige Absprache. | ||||||||||||||
| Startseite | english | Bookmark setzen | Webseite weiterempfehlen | Copyright © | Impressum | ||||||||||||||